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Ehm Welk-Haus

Freundeskreis Ehm Welk e.V.

Geschäftsstelle und Veranstaltungsort
Ehm Welk-Haus Bad Doberan

 

Kinder und Jugend

November 2020

Bundesweiter Vorlesetag der Stiftung Lesen - 2020 digital!
In acht Interviews stellen Kinder aus unserer Region auf unterschiedliche Weise ihr Lieblingsbuch vor.
 
Jara Rosa Merle Charlie Alma Charlotte Freya Tabea
 
Buch macht klug!

Lesen ist wichtig, man lernt so viel über das Leben, über andere Menschen und ferne Welten. Lesen kann uns zum Lachen bringen, zu Tränen rühren, zum Nachdenken auffordern. Ein Buch kann uns dermaßen fesseln, dass wir es nicht mehr aus der Hand legen können und einfach alles um uns herum vergessen. Bücher beflügeln unsere Phantasie und somit gehört Lesen doch zur schönsten Nebensache der Welt.
Der große deutsche Dichter Heinrich Heine brachte es auf den Punkt: „Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste“.

„Lesen muss Teil jeder Kindheit und Jugend werden, damit alle die gleichen Chancen haben.“ Dafür engagiert sich seit 1988 die deutsche Stiftung Lesen aus Mainz mit vielen Programmen, Aktionen und Forschungsprojekten.
Zu den großen Initiativen der Stiftung Lesen gehören der Welttag des Buches am 23. April und der bundesweite Vorlesetag immer am dritten Freitag im November. Seit 2004 gibt es den Vorlesetag, der zum größten Vorlesefest in Deutschland wurde. Vor siebzehn Jahren beteiligten sich 1.900 Menschen daran, Kinder mit dem geschriebenen oder gesprochenen Wort in Verbindung zu bringen. 2019 lasen schon über 700.000 Menschen vor.

Am 20. November 2020 ist es wieder soweit: es darf vorgelesen, zugehört und erzählt werden. „Europa und die Welt“ ist das Motto in diesem Jahr. Wo, was, wie vorgetragen wird, kann jeder selbst bestimmen. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Auch der Freundeskreis Ehm Welk e.V. will an diesem Tag ein Zeichen geben und Kinder zu Wort kommen lassen die gerne lesen. Weil im Ehm Welk-Haus wegen der Corona-Pandemie keine Veranstaltungen stattfinden können, wird acht jungen Lese- und Erzählfreudigen eine digitale Bühne geboten. Auf unserer Homepage findet somit eine Premiere des Erzählens statt. Sieben Mädchen und ein Junge sprechen über ihr Lieblingsbuch, über ihre Hobbys und Träume sowie über ihre Erlebnisse mit anderen Menschen in anderen Ländern ... Ein kleines literarisches Vergnügen der besonderen Art für alle Freunde des Ehm Welk–Hauses.

„Lesen stärkt die Seele“ sagte einst Voltaire. Wir sagen: „Buch macht klug!“

 

 

Jara, 14 Jahre, aus Neubukow

Ich vermisse echt das Lesen vor Publikum. Auch wenn ich nur zwei Mal im Welk-Haus dabei war, habe ich es doch in soooo guter Erinnerung.
Ich habe viele Lieblingsbücher und Lieblingsautoren, aber Kerstin Gier steht bei mir ganz oben und ihr „Wolkenschloss“ habe ich wohl schon hundertmal gelesen. Es ist ein magisches Buch, das über einen magischen Ort in den Wolken erzählt. Ein altes Luxushotel in den Schweizer Bergen zieht immer noch Gäste aus der ganzen Welt an. Hier arbeitet Fanny, 17 Jahre alt, als Mädchen für alles. Sie beobachtet gerne geheimnisvolle Gäste, einige erscheinen ihr verdächtig, deshalb steckt sie schon bald steckt sie in einem lebensgefährlichen Abenteuer ...

Wenn ich nicht lese, spiele ich auf meiner Tuba und einmal in der Woche im Posaunenchor in Neubukow. Ich bin auch im Tanzverein in Bad Doberan. Hipp Hopp ist meine Leidenschaft. Das nimmt alles viel Zeit in Anspruch.
Da ich ja in Doberan auf dem Gymnasium bin, bleibe ich dann den ganzen Tag in der Stadt und fahre erst abends mit dem Zug nach Hause.
Außerdem wirke ich in der Kirchengemeinde in Kühlungsborn mit und freue mich immer auf die Vorbereitungen zu feierlichen Anlässen.
Ich nähe auch sehr gerne. Leider, leider habe ich dafür jetzt keine Zeit mehr. Das ist richtig schade.
Ich versuche ständig mich gut zu organisieren und plane schon immer alles eine Woche im Voraus.
Auf dem Gymnasium fühle ich mich wohl. Geschichte ist mein Lieblingsfach. Ich mag aber auch Russisch und Religion sehr. Das liegt auch daran, dass der Lehrer so cool ist. Sport gehört zu meinem Leben.
Ich möchte nach dem Abi gerne etwas Gemeinschaftliches machen, vielleicht Sozialpädagogik. Mein Schulpraktikum Klasse 9 würde ich sehr gerne im Jugend- oder Sozialamt machen. Ich will Verschiedenes ausprobieren, bevor ich mich festlege.
Ich lebe in einer sehr großen Familie und habe 5 Geschwister. Das finde ich so schön. Wenn ich mal richtig traurig bin, dann stehen alle hinter mir.
Ein Leben als Einzelkind wäre für mich unvorstellbar.

 

 

Rosa, 10 Jahre, aus Neubukow

Ich bin die kleine Schwester von Jara und ich lese auch sehr gerne, sehr viel und abends sehr lange, auch heimlich. Am liebsten lese ich im Bett, denn ich habe keine Lust, mich irgendwo zum Lesen hin zu verkrümeln, weil es zu umständlich ist, so spät dann noch ins Bett gehen zu müssen.
Mein Lieblingsbuch ist ganz klar „Emmi und das Einschwein“ von Anna Böhm. Böhm mit ö! Die Geschichte geht so:
In Wichtelstadt bekommt jedes Kind zum 10. Geburtstag ein Fabelwesen.
Emmi wünscht sich ein Einhorn, aber durch den Zaubernebel kommt ein Schwein mit einem Horn. Das Schwein ist ein richtig dicker rosa Klops - also das Allerletzte! Aber Emmi merkt ganz schnell, dass dieses Einschwein einmalig ist und bald werden die beiden Freunde. Eine ganz herzliche Geschichte ist das und ich finde das Buch so toll.

Ich bin jetzt in der Heinrich-Schliemann-Schule in Neubukow und da finde ich es auch richtig toll. Ich bin auch immer noch mit vielen Kindern aus meiner Grundschulklasse zusammen.
Meine Lieblingsfächer sind Sport, Kunst, Geografie, Biologie, Werken, Englisch. Ach, eigentlich mag ich alle Fächer.
Ich spiele auch ein Instrument, Gitarre. Ein Stück kann ich schon richtig gut. „Ich sing dir mein Lied“, heißt das.
Ich bin auch im Doberaner Sportverein. Zusammen mit meiner anderen Schwester Hanna fahre ich mit dem Zug zum Training. Hanna ist sehr gut in Leichtathletik, wir bewundern sie alle ganz doll.
Ich tanze auch im Karneval-Club in Neubukow. Das macht mir ganz viel Spaß, aber wegen Corona und der Maske üben wir jetzt nicht.
Man kann also sagen, ich laufe von einem Termin zum anderen. In der Woche möchte ich immer ganz lange schlafen, aber am Wochenende stehe ich immer sehr früh auf. Das ist doch komisch ...

 

 

Merle, 10 Jahre, aus Schwaan und Rostock

Also ich habe mich entschieden, über „Das Sams“ zu sprechen. Von Sams gibt es ganz viele Bücher und die hat alle Paul Maar geschrieben.
Das Sams, so heißt ein lustiges Wesen, das so ähnlich ist wie ein Kind, hat aber einen Rüssel, Froschfüße und ganz rote Haare. Sams hat auch einen dicken Bauch und viele blaue Punkte im Gesicht. Diese Punkte sind Wunschpunkte, damit geht fast alles in Erfüllung. Sams ist ganz schön frech und er kann Kinder gut verstehen. Diese Bücher gefallen mir am besten, und die Bilder in den Büchern gefallen mir auch.

Ich male sehr gerne, wenn ich Zeit dazu habe. Mit den Händen malen macht richtig Spaß und manchmal nehme ich zu den Farben auch noch Lehm und bunte Blüten aus dem Garten. Das kann man alles vermischen und dann wird schon was draus.
Ich habe zusammen mit Mama meinen Schreibtisch ganz bunt angemalt. Der war schon so alt und nun ist er ein richtiger Hingucker geworden. Er steht in Rostock in meinem Zimmer, denn ich gehe in Rostock zur Schule. Wenn meine Lieblingsfächer dran sind, gehe ich am liebsten zur Schule. Ich mag Mathe und Deutsch, ein bisschen Sport und ein bisschen Schwimmen.
Ich bin lieber auf dem Land bei Papa als in der Stadt. Da kann ich mehr draußen bei den Tieren sein und ich habe da viele Freunde. Ich kann da auch viel klettern. Mein Papa hat Schafe, eines davon ist mein Schaf, es heißt Lili. Aber eigentlich ist es nur ein halbes Schaf für mich, weil ich ja nicht jeden Tag bei meinem Papa bin und mich deshalb auch nicht um das Schaf kümmern kann.

Ich fahre auch gerne mal weg, weil ich viel Anderes sehen will. Letzte Woche war ich mit Papa in Görlitz. Da gibt es eine Abenteuerwelt. Der Ort heißt Einsiedel - Kulturinsel Einsiedel, und da ist alles aus Holz, bunte, schiefe Häuser, sogar ein ganzes Schloss. Über Leitern muss man gehen, um in die Baumhäuser zu kommen. Da konnte ich ganz viel klettern und das fand ich so toll. Die haben da auch ganz viele Tiere, sogar ein Kamel, aber das habe ich nicht gesehen. Geschlafen haben wir in einer Jurte. Das würde ich am liebsten gleich wieder machen.

 

 

 

Charlie, 11 Jahre, aus Neubukow

Mein Lieblingsbuch ist „MontanaBlack“. Das ist die Biografie über den deutschen Webvideoproduzenten und Livestreamer Marcel Eris, der sich mit Videospielen, wie z. B. Call of Duty, FIFA, Fortnite beschäftigt. Er ist schon seit fast zwei Jahren der größte deutsche Livestreamer auf Twitch. Geschrieben hat das Buch Dennis Sand.
MontanaBlack hat ein ganz krasses Leben hinter sich. Aus der Biografie lernt man viel. Vor allem, dass man sich nicht mit Alkohol und Drogen abgeben sollte. Besser ist, man kommt nie in eine Entgiftungsstation. Als MontanaBlack damit durch war, hat er angefangen Computerspiele zu machen und er erfand das beliebteste Videospiel der Welt.

Das Buch über ihn wollte ich unbedingt haben. Mit meinen Freunden bin ich extra nach Lübeck gefahren, um in einer Buchhandlung Marcel Eris, also MontanaBlack zu sehen. Vier Stunden haben wir angestanden. Ich habe sogar ein Foto von uns und sein Freund schrieb mir ein Autogramm auf meine alte Handyhülle.
Ich beschäftige mich sehr viel mit Videospielen, ich teste sie und entscheide dann für mich, ob ich sie haben will oder nicht. Mir geht es nicht um die meistverkauften, ich meine um die, die alle haben. Mir geht es um wirkliche Storys und wenn du die verstehen willst, dann musst du immer die Texte lesen, die auf den Videos zu sehen sind, damit du überhaupt kapierst, was da eigentlich gemeint ist - nur mit Lesen verstehst du das Spiel wirklich. Das finde ich so spannend.

Ich bin jetzt in der 5.Klasse und in meiner neuen Schule in Neubukow ist es sehr gut, aber manchmal prügeln wir uns sehr viel. Meine Lieblingsfächer sind Geografie, Werken, Mathe und Englisch.
Wenn ich erwachsen bin will ich viel reisen, in südliche Länder. Das ist so in mir drin, denn ich wurde auf Zypern geboren und ein großer Teil meiner Familie ist multikulti. Das finde ich so interessant, so lebendig, so ganz anders als in dem anderen Teil meiner Familie. Da ist es auch sehr schön, aber viel kleiner.
Ich möchte mal Astronom werden. Mich interessieren die Planeten, ihre Formen und Farben, ihre Masse, die Struktur. Ich gucke öfter in den nächtlichen Himmel, was da alles los ist ... Mein Wunsch ist es, mal in ein Planetarium zu kommen, in einer Sternwarte durch riesige Teleskope zu gucken, um mehr zu sehen, viel weiter hinaus und um vielleicht einmal den Uranus richtig zu erkennen.

 

 

Alma, 10 Jahre, aus Bad Doberan

Ich habe schon mit 8 Jahren an einem Vorlesewettbewerb in einer Buchhandlung teilgenommen, das war so schön, das vergesse ich nie.
Ich lese so gerne! Wenn ich ein Buch richtig spannend finde, dann verbuddel ich mich in meinem Zimmer im Bett, lass mich zwei Tage nicht sehen und lese und lese, bis ich es durchhabe. Eins meiner Lieblingsbücher ist „Charlottes Welt“ von Susanne Fröhlich. Darüber möchte ich was sagen, weil auch meine Freundin dieses Buch zum Brüllen komisch findet. Sie hat es gelesen und DAS will was heißen.
Charlotte ist ein Teenie, hat 100 Probleme, die wirklich im Alltag passieren können, also ist das Buch glaubhaft und nicht so gehoben geschrieben. Man kann gleich alles verstehen und manches kommt einem total bekannt vor.
Charlotte hat nervige Brüder und ihre Lieblingsfreundin Maja. In ihrer Klasse ist die reiche und schöne Geraldine, die alle mögen – nur Charlotte sagt „Kackbratze“ zu ihr. Als Geraldine zu einer „chill out Party“ einlädt, hat Charlotte wieder ein neues Problem ...

Ich spiele super gerne auf der Gitarre und das schon über drei Jahre. Zuerst auf der ¾ Gitarre und nun Konzertgitarre. Ich will das unbedingt richtig perfekt können, deshalb übe ich auch jeden Tag.

Einmal in der Woche bin ich auf einem Reiterhof. Ich mag Pferde sehr gerne und reite jetzt ein Mecklenburger Warmblut. Das ist ein ganz großes Pferd.
Angefangen habe ich auf einem Deutschen Reitpony, dann kam ein Haflinger. Aber am liebsten mag ich die Araber, weil sie so schön sind, so edel und sich auch gut reiten lassen. Auf dem Reiterhof ist es manchmal richtig anstrengend, aber ich mache die Arbeiten gerne.
Ich habe auch eine Woche in den Sommerferien auf dem Reiterhof verbracht. Den ganzen Tag waren wir draußen mit den Pferden und wir hatten viele Aufgaben zu erledigen. Ich hatte immerzu Hunger und als ich wieder zu Hause war, hat meine Familie festgestellt, dass ich ganz viel abgenommen hatte. Meine Mama bekam einen Schreck und hat dann tagelang nur meine Lieblingsessen gekocht.
Auf jeden Fall weiß ich schon mal ganz genau, dass ich Tierärztin werden möchte, Tierärztin mit einem Araber Pferd.

 

 

Charlotte, 16 Jahre, aus Kröpelin

Ich lese gerade ein Buch über Indien „Holy Cow im Megastau. Zwei Jahre mit Sack und Pack in Bombay“. Das Buch ist von Stephanie el Hindy.
Fantasy–Bücher mag ich nicht, die kommen mir so weltfremd vor. Ich mag lieber Romane und solche Bücher wie dieses, wo ich etwas über fremde Länder und andere Kulturen erfahre. Das finde ich gut.
In dem Buch geht es darum, dass Alexa, eine junge Frau mit drei kleinen Kindern aus Bayern, für zwei Jahre in Bombay leben will, weil ihr Mann dort beruflich zu tun hat.
Das Buch ist so witzig geschrieben, dass man ganz schnell in die fremde indische Welt eintauchen kann. Beim Lesen fühl ich mich so, als wäre ich selbst dabei. Besonders gut finde ich, dass mit echt bayrischem Humor erzählt wird, was die Familie in diesen zwei Jahren alles lernen musste, um mit dem Leben dort klar zu kommen.

Ich bin auch sehr fürs Reisen und offen für andere Kulturkreise. Ich würde gerne mal in Neuseeland oder Australien unterwegs sein, fremde Städte angucken und mitbekommen, wie die Leute da so leben. Schweden finde ich auch sehr schön. Im letzten Jahr war ich vom Gymnasium aus in Lund bei einer Gastfamilie. Die Leute waren da alle sehr nett und auch die Stadt mit den vielen süßen Fachwerkhäusern hat mir sehr gut gefallen. Dann kam meine Gastschwester mit zu mir nach Hause. Das waren wirklich schöne Tage. Ich habe noch immer Kontakt zu ihr.
Schon einige Jahre spiele ich Klavier und habe auch Unterricht. Filmmusiken spiele ich am liebsten. Im Ehm Welk-Haus habe ich mal am Vorlesewettbewerb teilgenommen und hatte hinterher die Möglichkeit, bei zwei Kinder-Vorlese-Nachmittagen mitzumachen und auch gleichzeitig auf dem Klavier zu begleiten. Ich war damals ganz schön aufgeregt, hat aber sehr viel Spaß gemacht und war eine wichtige Erfahrung für mich.

 

 

Freya, 9 Jahre, aus Rostock

Mein Lieblingsbuch ist „Die drei ??? Kids“. Davon gibt es eine ganze Serie.
Diese Bücher finde ich total cool. Da sind Kinder, die schwere Fälle erforschen, sie müssen herausfinden, wer der Dieb war oder warum das Flugzeug nicht mehr fliegt...
Da muss man ganz schön überlegen und es ist immer spannend, bis man den Kriminalfall geknackt hat.
Ich lese immer, wenn mir langweilig ist und am liebsten lese ich in Mamas Bett.
Ich höre aber auch gerne CDs. „Meine Freundin Conni“ habe ich schon so lange und höre sie mir doch immer wieder an.
Auf meinem Tablet spiele ich auch gerne, eigentlich am liebsten. Aber ich darf das nur am Nachmittag, wenn ich nach der Schule mit meinem Hund Pino Gassi war und dann noch mal kurz abends.
In der Schule ist es gut, ich mag Werken und Sport am liebsten.

Ich war auch schon öfter im Ehm Welk-Haus, einmal habe ich an der Kinderakademie teilgenommen. Da war ich gerade in die erste Klasse gekommen. Lesen konnte ich noch nicht, aber ich habe das Gedicht „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ aufgesagt. Den Anfang weiß ich noch: Ein Birnbaum in seinem Garten stand und kam die goldene Herbsteszeit, leuchteten die Birnen weit und breit. Das hat Fontane geschrieben.
Im Welk-Haus habe ich Mauga kennengelernt. Sie ist eine lustige Malerin. Mauga hat mir ihre Bilder gezeigt, die alle auf dem Fußboden verteilt waren. Um die Bilder war ganz dünner Stoff herum. Dieser Stoff sollte das Wasser sein – der Rhein, da wohnt Mauga nämlich. Das war sehr cool. Ihre Bilder haben mir gefallen, aber eins war mir zu bunt.
Auf dem Klavier im Welk-Haus habe ich schon öfter die Geschichte vom Mäuschen und dem bösen Wolf gespielt. Das muss man zu zweit machen und mit zwei Fingern. Ich spielte meistens den Wolf mit den tiefen Tönen und meine Oma das Mäuschen mit den hohen Tönen. Das können nur wir beide.

 

 

Tabea, 17 Jahre, aus Bad Doberan

Oh, es ist so schwer, sich für ein Buch zu entscheiden, nur einen Lieblingsautor zu benennen, das geht bei mir nicht.
Aber auf jeden Fall bin ich total von Hermann Hesse begeistert. Ich habe kürzlich „Narziß und Goldmund“ gelesen und war so fasziniert, so tief bewegt von diesem Buch. Die Suche nach dem Sinn des Lebens, dem wahren ICH, das Streben nach Selbstverwirklichung. Dieses Buch ist so zeitlos und hat eine besondere Sprache. Ich weiß genau, dass ich von Hesse noch mehr lesen werde, denn er macht so viel Menschliches deutlich.
„Der Alchimist“ von Paulo Coelho ist auch so ein tolles Buch. Seit seiner Kindheit träumt ein Mann davon, die Welt kennenzulernen, er macht sich auf den Weg, findet zu sich selbst und erkennt, dass das Leben Schätze bereithält, die nicht mit Gold aufzuwiegen sind.
Ich will auch die Welt kennenlernen und in viele Länder reisen. In Frankreich war ich schon öfter. Ich verstehe französisch ganz gut und liebe den Klang dieser Sprache. Französisch, das ist Musik, eine ganz besondere Melodie. In Frankreich fühle ich immer so eine besondere Atmosphäre. Wir fuhren mal im Sommer abends, als die Sonne gerade untergehen wollte, mit einem Boot auf die Seine hinaus – da sahen wir wie vergnügt die Leute im Halbdunkel am Ufer tanzten. Das war fast wie im Film. Ich erlebte dort so ein leichtes, unbeschwertes Leben - ganz anders als bei uns. Das hat sich irgendwie eingeprägt.
Ich würde zu gerne mal das Märchen von Antoine de Saint-Exupery „Der kleine Prinz“ auf Französisch lesen. Das muss sich doch wunderschön anhören.
Schon seit 10 Jahren betreibe ich Kampfsport in Bad Doberan im Wing Revolution Center und habe den vorletzten Grad erreicht.
Aufs Gymnasium gehe ich wirklich gerne. Vor zwei Jahren wählte ich „Darstellendes Spiel“ im Wahlpflichtkurs. Es begeistert mich, Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Ich kann mir gut vorstellen, nach der Schule etwas mit Theater oder Schauspiel zu machen. Ich kann mir aber auch ganz gut Theatertherapie oder Psychologie vorstellen. Ach, um ganz ehrlich zu sein, es gibt doch so Vieles, was man machen kann.
Auf jeden Fall hat mein Vorlesen im Welk-Haus auch dazu beigetragen, mich für das Theaterspielen zu entscheiden.


 

 

20. November 2020
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