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Ehm Welk-Haus

Freundeskreis Ehm Welk e.V.

Geschäftsstelle und Veranstaltungsort
Ehm Welk-Haus Bad Doberan

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Uns auf  besuchen ...  

Ausstellung
Gebrauchsgrafik
von Klaus Grosche
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11. August 2022
"Singende Barsche"

Krimiabend mit Bert Lingnau
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23.08.22
"Vorgelesen&Zugehört"
Lesung mit Angelika Bruhn
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Öffnungszeiten
Donnerstag, Freitag und Samstag
13:00 bis 16:00 Uhr
(aktualisiert März 2022)

 

 

   Archiv

Aktuelle Informationen


Hinweise zu geplanten Veranstaltungen hier finden!

 

 Große Grosche-Schau an der Dammchaussee
(4. Juli 2022)

Vom 7. Juli bis zum 20. August ist im Ehm Welk-Haus die Sonderschau zu sehen:
„Klaus Grosche - Nicht berühmt. Nicht unentdeckt! Ein Rückblick auf 65 Jahre Gebrauchsgrafik“.

 


Klaus Grosche und Ulla Golombek kennen sich schon seit mehr als 40 Jahren. 1979 brachten sie gemeinsam mit Erika Koth die Dauerausstellung im Flur des Ehm Welk-Hauses auf den Weg. (Klick vergößert)


Katrin Lau, Anne-Teresa und Klaus Grosche vor dem DDR-bekannten Logo des Gesundheitsmagazins "Visite".
(Klick vergößert)
Fotos: T. Hoppe

Für den vielseitigen Mann, der im Juli seinen 93. Geburtstag feiern wird, ist das kein unbekannter Ort: Denn vor rund 40 Jahren hatte der Dozent an der Fachschule für angewandte Kunst in Heiligendamm gemeinsam mit der damaligen Leiterin dieser Begegnungsstätte, Ulla Golombek, und der langjährigen Sekretärin von Ehm Welk, Erika Koth, die Flurausstellung über Leben und Werk des Schriftstellers und Journalisten gestaltet. Auch das Logo für das Literaturhaus, das stilisiert aufgeschlagene Bücher zeigt, die gemeinsam die Initialen E und W bilden, stammt von Klaus Grosche.

Er hatte sie quasi alle auf seinem Arbeitstisch: das Ehm Welk-Haus in der Münsterstadt, Mecklenburgs Bäderbahn, Heinkels Rostocker Flugzeugwerke,, das TV-Gesundheitsmagazin „Visite“, Bad Doberans Fleischerei Timm, Kröpelins Tischlerei Stern oder die Fachhochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung in Wismar. In den Diensten der Letzteren vollendete Klaus Grosche Mitte der 90er seine Lehrtätigkeit im Bereich Gebrauchsgrafik - 1955 hatte er sie an der Fachschule für angewandte Kunst in Heiligendamm gestartet.

All die Jahre sei es ihm immer wichtig gewesen, vielseitig zu sein. Deshalb habe er sich auch stets über die Gebrauchsgrafik hinaus für Eisenbahnen und Flugzeuge interessiert, betont der heute in Bützow wohnende Mann. Ein Onkel und sein Vater hätten dafür die Grundlagen gelegt. Der eine mit einer blechernen Spielzeugbahn, der andere durch seine Tätigkeit in den Ernst-Heinkel-Flugzeugwerken.

Stolz zeigt Klaus Grosche dazu das Modell der historischen Molli-Lok Nr. 99312, die er aus Kunstoffresten sowie mit einem handelsüblichen Fahrwerk in Gartenbahn-Größe zusammengebaut hatte und er erinnert sich begeistert an die vielen Stunden in der damaligen Interessengemeinschaft Mecklenburgische Eisenbahnen: „Das waren schöne Zeiten!“

Aus dieser Zeit stammen auch zwanzig Flugzeugmodelle der Firma Heinkel, die der Technik- und Modellbaufan einst dem Schifffahrtsmuseum Rostock zu Ausstellungszwecken übergab und von denen ein paar Exemplare höchstwahrscheinlich ab dem 14. Oktober erneut in der Öffentlichkeit zu sehen sein werden. Dann im Rahmen der Sonderschau des Kulturhistorischen Museums: „Heinkel in Rostock - Innovation und Katastrophe“, wie Museumsleiter Dr. Steffen Stuht in Aussicht stellt.

Die Werke für seine aktuelle Exposition in Bad Doberan, hat Klaus Grosche gemeinsam mit seinen Töchtern Katrin Lau und Anne-Teresa Grosche ausgewählt.

Wie sein offenbar begabter Vater – als Mitarbeiter der Druckschriftenabteilung in den Heinkel-Werken - beim ihm, hat auch er bei seinen Kindern großes Interesse an grafischer und malerischer Kunst geweckt. Katrin Lau wurde eine Gemälde-Restauratorin und ist heute bekannt für ihre Porträtmalerei und ihre Plastiken.

Ihre jüngere Schwester, Anne-Teresa, lernte in den 1980er Jahren in Rostock den Beruf der Schrift- und Grafikmalerin, studierte Grafik-Design und ist heute Kunst-Lehrerin in der Rostocker Waldorfschule.

Auch die Mutter der beiden, Eva Grosche, die seit 66 Jahren mit ihrem Klaus verheiratet ist, arbeitete als Grafikerin beim Fernsehen – 20 Jahre im Ostsee-Studio Rostock. Mit ihr entwarf der Gatte übrigens das DDR-bekannte Logo des noch heute beim NDR laufenden Gesundheitsmagazins „Visite“. Grosches Firmenzeichen für die Fleischerei Timm in der Mollistraße und die Tischlerei Stern sind aktuell geblieben.

„Generationen von Studenten“ würden eine Grosche-Pflanze in sich tragen, die viel mit kunstvollen Schriftzügen, Typographie oder Kalligraphie zu tun habe. Sie hätten davon ihre Familien ernährt, lebten noch heute davon oder seien am Weitergeben, schrieb der Grosche-Student Tobias Trauzettel in einem Katalog, der zur Ausstellung im Ehm Welk-Haus für zehn Euro zu haben ist. Der heutige Kunsthandwerker an der Wismarer Hochschule prägte auch das Motto der Sonderschau: „Klaus Grosche hat auf viele Arten gelebt und belebt. Nicht berühmt. Nicht unentdeckt!“
Thomas Hoppe

 

 


AQUAnostra BAD BOBERAN
Veranstaltungswoche vom 18. - 26. Juni 2022
(29. Mai 2022)



AQUAnostra - Unser Wasser auf lateinisch - ist unverwechselbar mit Bad Doberan verbunden: Wasser der Wassermühle im Zisterzienserkloster Doberan, Wasser als Heil- und Lebensmittel, als touristisches Ziel, als Quell der Inspiration für Künstler, aber auch Wasser als bedrohtes und bedrohendes Element.
"AQUAnostra" - ein einzigartiges Kulturereignis mit Veranstaltungen rund um das Wasser - mit Kunst und Historie, mit Themen zu Umwelt, Natur und Gesundheit, für Kinder und Familien. Ein Mix aus Ausstellung, Lesung, Film, Theater, Musik, Wanderung, Führung, Vortrag und dem "Historischen Anbaden" in Heiligendamm. Eine Initiative von Vereinen, Partnern und Unterstützern aus Bad Doberan.

Rückblick:
AQUAnostra - das Wasserfest in Bad Doberan und Heiligendamm - fand erstmalig in den Jahren von 2002 bis 2008 als Veranstaltungsreihe mit vielen Facetten statt. Der Kunstverein Roter Pavillon fungierte damals als Träger des Projektes und setzte es gemeinsam mit zahlreichen Partnern und Unterstützern um. 2016 erlebte AQUAnostra seine Wiedergeburt mit einem Organisations-Team aus mehreren Vereinen, Initiativen und der Tourismus-Information Bad Doberan.
Corona sowie strukturelle Änderungen im Team brachten 2020 und 2021 die Veranstaltungswoche wieder in schwieriges Fahrwasser. Termine mussten abgesagt oder verschoben werden, Partner sprangen ab oder gaben auf, sodass AQUAnostra als ein „Gesamtereignis“ nicht auf den Weg gebracht werden konnte.

Neustart 2022:
Gemeinsam haben sich Frauen aus dem Vorstand des Kunstvereins Roter Pavillon e.V. und des Freundeskreises Ehm Welk e.V. an die Arbeit gemacht und wieder eine AQUAnostra-Woche organisiert. Dabei konnten sie auf ein funktionierendes Bad Doberaner Netzwerk und gute Kontakte zu Mitmachern zurückgreifen. Im Ergebnis dessen wird es vom 18.-26. Juni 2022 wieder ein abwechslungsreiches Programm für alle Kultur- und Naturfreunde geben!
Auftakt wird am 18. Juni das „historische Anbaden in Heiligendamm“ sein, was als großes Event seinen Platz im Doberaner Kulturkalender gefunden hat. Weiterhin stehen auf dem Programm: Kunstausstellung, Theater, Wanderung, Konzert, Lesung, Vortrag, Führung, Kreativangebot für Familien, Filmaufführung … und exklusiv zur AQUAnostra-Woche ein "LUST AUF FISCH!" – Speisenangebot.
Das gesamte Programm dieser Woche wird demnächst mittels Flyer und im Internet veröffentlicht.

Unser Verein ist auch 2022 mit eigenen Veranstaltungen in der AQUAnostra-Woche dabei:

Mit einer Sonntags-Matinee am 19. Juni um 17 Uhr wollen wir eine neue Veranstaltungsform anbieten und testen, ob diese Zeit zwischen Kaffeetrinken und Abendessen bei unserem Publikum auf Zustimmung trifft.


Foto: Impro-Theater TRAFO

Außerdem ist an diesem Tag eine Premiere zu erleben, denn erstmalig tritt das Bad Doberaner Improvisationstheater TRAFO öffentlich auf. Speziell für AQUAnostra haben die Theatermacher ein Programm mit erfrischenden Ideen, heiteren und tiefgründigen Szenen als "Quell der Überraschungen und des spontanen PiPaPo" zusammengestellt. Es ist für Erstaunen gesorgt!

 


Foto: privat, Steinbeck

Unsere Abendveranstaltung am 23. Juni um 19 Uhr ist einem höchst aktuellen und brisanten Thema gewidmet: "Eine Trauminsel und ihre Umweltprobleme". Wir gehen sozusagen auf Reisen, zu den Cook Islands. Ein Sehnsuchtsort in der Südsee und Reiseziel vieler Urlauber. Aber die Insel leidet unter der Zunahme des Tourismus, hat Wasserprobleme, Schwierigkeiten mit der Müllentsorgung und als Folge ein Korallensterben.
Die Reisenden und Autoren Dieter & Fritzi Steinbeck gehen in ihrem Vortrag sowohl darauf, als auch mit imposanten Bildern auf die Schönheiten der Insel ein. (MS)

 


Straßenschilder im Ehm Welk-Viertel sind ergänzt
(19. Jan. 2022)

(Klick vergößert)

Nun ist es endlich so weit! Der Vorschlag unseres Vereins, die Straßenschilder im neuen Wohngebiet an der Chaussee nach Heiligendamm durch erklärende Hinweise zu den einzelnen Straßennamen zu ergänzen, wurde von der Stadt Bad Doberan aufgegriffen und umgesetzt. Nun wird auf zusätzlich angebrachten Hinweisschildern schwarz auf weiß eine kurze Erklärung zum jeweiligen Straßennamen gegeben.


(Klick vergößert)
Erste Bilder - leider noch bei trübem Wetterr aufgenommen!

Mit unserem literarischen Spaziergang aus Anlass der Ehm Welk-Woche im August 2021 hatten wir unserer Initiative noch etwas Nachdruck verliehen. Bei dem gut besuchten Rundgang durch das Wohngebiet waren auch Vertreter der Stadt anwesend. Beim anschließenden Kaffee im Garten am Ehm Welk-Haus wurde noch an diesem Tag versprochen, unseren Vorschlag demnächst in die Tat umzusetzen. Und nun ist es soweit. An den ersten Tagen im neuen Jahr wurden die Zusatzschilder von den Mitarbeitern des städtischen Bauhofs montiert. Vielen Dank! (UB)

 

 


 In diesem Monat jährt sich Ehm Welks Todestag
(12. Dez. 2021)

Vor 55 Jahren, am 19. Dezember 1966, verstarb im Alter von 82 Jahren der Schriftsteller Ehm Welk in seinem Zuhause in Bad Doberan. Hier endete ein langer und abwechslungsreicher Lebensweg mit vielen unterschiedlichen Stationen.


(Klick vergößert)
Welks Sarg wird zur Grabstelle getragen (Foto: Archiv Heribert Koth)

Von seinem Geburtsort, dem geliebten „Kummerow“ in der Uckermark, ging es u.a. über Stettin, Braunschweig, Amerika, Berlin, den Spreewald, Neuenkirchen bei Stettin, Ueckermünde und Schwerin 1950 schließlich nach Bad Doberan. Hier verbrachte er den längsten zusammenhängenden Lebensabschnitt und eine überaus schaffensreiche Zeit als Schriftsteller. Bis 1934 hatte er sich bereits als zeitkritischer Journalist eine

Veranstaltungswoche vom18. - 26. Juni 2022

n Namen gemacht und wurde deshalb von den Nazis im KZ Oranienburg inhaftiert. Ab 1945 setzte er sich dann für den demokratischen Erneuerungsprozess im Kulturbund, für die Gründung von Volkshochschulen in MV und als deren Dozent ein.

Bad Doberan bot dann für Ehm Welk alles, was er sich für seinen letzten Lebensabschnitt wünschte: die Ruhe zum schriftstellerischen Arbeiten, die Schönheit der norddeutschen Landschaft und die bodenständigen Menschen dort.

So wählte er auch bewusst, gemeinsam mit seiner Gattin, der Schriftstellerin Agathe Lindner-Welk, den Doberaner Waldfriedhof als letzte Ruhestätte.


(Klick vergößert)
Der Bildhauer Reinhard Schmidt, guter Freund der Welks, sprach am Grab (Foto: Archiv Heribert Koth)

Dort fand dann auch am 23.12.1966 nach einer Trauerfeier im Festsaal der Kreisverwaltung mit viel Prominenz aus Nah und Fern die Beerdigung unter großer Anteilnahme der einheimischen Bevölkerung, von Freunden und Bekannten und Schülern statt. Auch wurde später seine Frau hier beigesetzt.

Ein großer Feldstein auf der Grabstelle erinnert an beide.

(HK)

Der Freundeskreis gedenkt des Ehrenbürgers Bad Doberans am 19. Dez. 2021 an seiner Grabstätte. Treffpunkt ist um 11 Uhr am Haupteingang in der Waldstraße. Interessierte Bad Doberaner, Freunde und Gäste sind willkommen.
  Kurzbericht zum Friedhofsbesuch lesen


Es ist wieder still im Ehm Welk-Haus
(2. Dez. 2021)

Der Start in das nun zuende gehende Jahr 2021 hatte auch für den Freundeskreis Ehm Welk e.V. mit Stillstand und langer Atempause begonnen. Um so mehr hatten wir uns gefreut, mit unseren Veranstaltungen im Rahmen der Festwoche aus Anlass des Geburtstages Ehm Welks neu starten zu können. Ende August wurde das ehemalige Wohnhaus der Welks offiziell wieder für Gäste und Besucher geöffnet. In den folgenden Monaten erfuhren insbesondere unsere Nachmittagsveranstaltungen „Vorgelesen & Zugehört“ eine große Nachfrage. Dann plötzlich Ende November ein erneutes coronabedinges Aus!!! Der bereits organisierte und angekündigte Nachmittag mit Lesung zur Thematik „Gewalt gegen Frauen!“ musste kurzfristig abgesetzt werden. Leider fallen somit auch unsere vorweihnachtlichen Angebote weg.
Nun planen wir am 19. Dezember Ehm Welk aus Anlass seines 55. Todestag an seiner Grabstätte auf dem Bad Doberaner Friedhof zu ehren. Hierzu demnächsr mehr lesen.
UB


190 Jahre Hinstorff-Verlag ... ohne Ehm Welk???
(12. Sept. 2021)

In einem längeren Beitrag der "Ostseezeitung" vom 02.09.2021 versucht die Autorin Stefanie Büssing eine Würdigung der Geschichte des Hinstorff-Verlages Rostock vorzunehmen. Es ist aber kaum zu glauben, dass der Name Ehm Welk darin mit keinem Wort auch nur erwähnt wird!!! Einer der bedeutenden deutschen Erzähler des 20. Jahrhunderts!

Es war kein anderer als der legendäre Hinstorff-Verlagsleiter Peter Erichson, der Ehm Welk nach dem 2. Weltkrieg gewinnen konnte und zusammen mit seinem Nachfolger Konrad Reich Millonen seiner Bücher in zahlreichen Ausgaben, auch in der Bundesrepublik, auflegte. Gekrönt wurde das durch Leder-und Halbleder-Editionen und schließlich durch eine 13-bändige (!) Gesamtausgabe letzter Hand.

Damit war Ehm Welk ab 1950 der erfolgreichste Autor bei Hinstorff und gab dem Verlag auch finanziell die Möglichkeit, Werke junger DDR-Autoren, wie zum Beispiel Ulrich Plenzdorf, aufzulegen oder ein Programm nordeuropäischer Literatur zu entwickeln.

Bedauerlich auch, dass die Leistung Konrad Reichs für die Entwicklung des Verlages und für die Herausgabe der Werke Ehm Welks nur beiläufig erwähnt wird.

Waren es mangelhafte Recherche der OZ-Autorin oder unzulängliche Informationen der Verlagsleitung bei der Vorbereitung ihres OZ-Artikels?
HK


Nachmittagsveranstaltungen
(10. Sept. 2021)

Nachdem wir uns mit den Veranstaltungen zur diesjährigen Ehm Welk-Woche wieder "zurück gemeldet" und das Haus erneut mit Leben erfüllt haben, planen wir für die kommende Zeit  auch wieder Nachmittagsveranstaltungen. Unter dem Motto "Vorgelesen & Zugehört" wollen wir einmal pro Monat zu einer kurzweiligen Stunde bei einer Tasse Kaffe einladen. Unser erster Termin ist der 22. September 2021. An diesem Nachmittag wird über das Berliner Künstlerleben in den „Goldenen Zwanziger Jahren“ vortragen - wir laden ein zu "Komm ins Café".
UB

 


Ehm Welk-Woche mit Ehrung des Schriftstellers zu Ende gegangen
(30. Aug. 2021)

Vereinsmitglieder und Freunde Ehm Welks hatten sich am Sonntag trotz schlechten Wetters am Bad Doberaner Friedhof eingefunden. Zum 137. Geburtstag des Schriftstellers und Journalisten wurde an seinem Grab ein Blumengebinde niedergelegt und mit einer kurzen Lesung aus einem seiner Romane an Ehm Welks Schaffen erinnert. Auch seine Frau Agathe Welk-Lindner fand hier ihre letzte Ruhestätte. Mit einer kleinen Anekdote zu deren Beisetzung startete Pastor i.R. Carl-Christian Schmidt gemeinsam mit Heribert Koth einen Rundgang zu Gräbern ehemaliger Doberaner Pastoren. Interessante und kurzweilige Episoden aus dem Leben ehemaliger Würdenträger fanden die Aufmerksamkeit aller Anwesenden. Leider wurde der Rundgang durch einen kräftiger Regenguss jäh beendet.

Mit dem Besuch der Grabstätte ging die diesjährige Ehm Welk-Woche, die am 21. August mit einem "Literarischen Spaziergang" durch das neue Ehm Welk-Viertel gestartet war, zu Ende. Alle vom Freundeskreis organisierten Veranstaltungen waren gut besucht - erste Ideen für die Jubiläumswoche 2022 sind bereits notiert.
UB

  Bilder ansehen

 


Garten.Haus.Offen.
(9. Juli 2021)

(Klick vergößert)

In den Sommermonaten Juli und August wird der Garten des Ehm Welk-Hauses für Frischluft- und Naturliebhaber, sowie für Literaturfreunde geöffnet. Steht das Gartentor auf, sind Besucher herzlich willkommen hinter den Mauern des Gartens mit weiter Wiese, bizarrem Baumbestand und einem kleinen Sommerhaus zu verweilen. Man kann die Sonne genießen oder ein Plätzchen im Schatten der Bäume finden, Ruhe tanken oder sich zu einem kleinen Picknick niederlassen. Spontan oder mit Voranmeldung - ein Spaziergang zum Ehm Welk-Haus lohnt sich! Kostenfreier Aufenthalt im Garten an den Öffnungstagen Dienstag, Donnerstag und Samstag jeweils von 13.00 bis 16.00 Uhr.
MS

 


Erste Öffnungsschritte
(29. Juni 2021)

Das Ehm Welk-Haus ist seit dem 8. Juni für Besucher zu den Öffnungszeiten wieder offen. Die Besucherzahlen sind auf Grund dert aktuellen Corona-Bestimmungen jedoch noch begrenzt. Der Garten hinter dem Haus lädt zum Verweilen ein. Nach längerer Pause waren viele Pflegemaßnahmen notwendig. Wege sind vom lästigen Unkraut befreit und Blumenbeete aufgehübscht worden. Weitere Gestaltungsarbeiten im Garten werden von Vereinsmitgliedern in Absprache mit der Stadt weiterhin durchgeführt.

Kommen sie gerne herein, wenn das Gartentor offen steht. Verweilen Sie im Schatten der Bäume und genießen die Stille ...

Unsere "offizielle" Wiedereröffnung des Hauses nach einer Teilrenovierung im Jahr 2020 und der langen coronabedingten Schließung planen wir nun für die Ehm Welk-Woche Ende August. Bereits für Mitte Juli ist ein Kindermalnachmittag in Vorbereitung.
UB


Petition - Kultur ins Grundgesetz
(24. April 2021)
Kunst und Kultur für alle – ein Grundrecht, das vom Staat zu gewährleisten ist!
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Bislang zählt die Förderung von Kunst und Kultur mehr oder weniger zu den freiwilligen Aufgaben der Länder, Kreise, Städte und Gemeinden. Um dies zu ändern, um mehr Gehör zu finden, wurde im Dezember 2020 eine Petition „Kultur ins Grundgesetz“ gestartet. Die Forderung, Kunst und Kultur als ein Grundrecht durch die Verfassung zu garantieren, wurdiste in einem offenen Brief an die Regierenden der Bundesrepublik Deutschlands verfasst.

Initiiert wurde die Petition von Kathrin Schülein, Intendantin des Theaters Adlershof, gemeinsam mit vielen Erstunterzeichner*innen eines offenen Briefes, wie z.B. Wim Wenders, Konstantin Wecker, Marion Brasch, Dr. Klaus Lederer, Dr. Gregor Gysi und viele mehr (vgl. https://www.kulturinsgrundgesetz.de/#erstunterzeichnerinnen). Bisher gibt es bereits über 28.000 Unterstützende – dies sind ca. 55% der angestrebten 50.000 Unterschriften. Noch weitere sieben Wochen sollen Zustimmungen von Unterstützer*innen gesammelt werden.

Der Freundeskreis unterstützt die Forderungen der Petition.

Als wichtigster Zweck unseres Vereins ist im §2 unserer Vereinssatzung die „Förderung von Kunst, Literatur und Musik in der Region ...“ aufgeführt. Wir rufen deshalb alle Mitglieder*innen, Freund*innen und Unterstützer*innen auf, mit ihrer Unterschrift diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen!

Die Forderungen der Petition sind:

 

Die persönliche Zustimmung zur Petition erfolgt durch eine digitale Unterschrift auf der Website von OpenPetition. Bitte hier klicken!

Dort den Namen und die E-Mail-Adresse eintragen und auf UNTERSCHREIBEN klicken.

Es werden weitere freiwillige Daten erfasst - auch, ob die Unterschrift veröffentlicht werden darf oder eben nicht sichtbar sein soll.

Abschließend wird an die angegebene E-Mail-Adresse eine E-Mail gesendet. Erst nach dem Klick auf "Jetzt Unterschrift bestätigen" ist die Unterschrift "rechtsverbindlich" erfolgt.

Der Vorstand des Freundeskreises bedankt sich herzlich für Deine/Ihre Unterstützung!

 


 

Die Tür ist noch verschlossen - drinnen wird gewerkelt.
(2. April 2021)

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Eine mit Frühjahrsblühern bepflanzte Blumenschale vor der Haustür war als Willkommensgruß für unsere ersten Gäste gedacht ...

Wenn wir die Türen für Besucher auch noch nicht öffnen dürfen, wird im Inneren des Hauses weiter gewerkelt. Ein Reihe gespendeter Büromöbel haben ihren Platz im Haus gefunden.

Unser kleiner Büroarbeitsplatz in der Küche ist vorbereitet und mit neuer Technik ausgestattet. Durch ein Regal ist dieser Bereich von der neu eingerichteten Küchenzeile abgetrennt. Geschirr und Gläser sind eingeräumt - nur der Kühlschrank ist noch nicht eingeschaltet!
Wir könnten sofort starten ...

Ein neuer Flyer, mit dem wir die breite Palette unserer Vereinsarbeit vorstellen möchten, ist fast fertig gestellt - erste Probeausdrucke sind vielversprechend ausgefallen.

Im Wohnzimmer war für eine Öffnung im Frühjahr eine kleine Austellung mit Werken von Laienkünstlern aus unserer Region geplant. Dieses Vorhaben müssen wir verschieben und haben nun die "angestammten" Bilder wieder aufgehängt.

Im Obergeschoss sind Regale aufgestellt. In diese wird der Bücherbestand, der auf Grund der eigentlich geplanten Sanierung bisher noch in Kartons verpackt war, neu eingeordnet. Dazu zählen auch die verschiedenen Ausgaben der Werke von Ehm Welk.

Im Projektraum, der nun mit gespendeten Tischen, Stühlen, Schränken und Regalen ausgestattet ist, sind an den Galerieschienen erste Wechselrahmen aufgehängt. Hier wollen wir mit Bildern und Plakaten die Vereinsarbeit der vergangenen Jahre dokumentieren. Dieser Raum wird künftig verschiedenen Aktivitäten von Kindern und Jugendlichen sowie Senioren und anderen Interessengruppen zur Verfügung stehen. Bei Interesse bitte per Telefon oder E-Mail melden.

Telefonisch ist das Ehm Welk-Haus nun wieder zu jeder Zeit erreichbar (038203 – 62325) - derzeit meldet sich meist nur der Anrufbeantworter. Jedoch werden die dort empfangenen Sprachnachrichten fast zeitgleich an Vorstandsmitglieder des Freundeskreises weitergeleitet. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf - wir rufen gerne zurück.

Wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen!
Ihr Vorstand des Freundeskreises

 


 

Vor 70 Jahren ist Ehm Welk nach Bad Doberans gezogen.
(Heribert Koth, 10.10.2020)

Genau vor 70 Jahren, Ende September/Anfang Oktober 1950, erreicht Ehm Welk mit seiner Frau Agathe die letzte Station seines abwechslungsreichen Lebensweges. Der spätere Ehrenbürger von Bad Doberan bezieht das von ihm gekaufte Haus in der Doberaner Dammchaussee 23 - nach seinem Tod der Stadt testamentarisch übereignet - heute kulturelles Begegnungszentrum.
In den ersten Nachkriesjahren hatte Ehm Welk - gewohnt in Schwerin - die sechs mecklenburgischen Volkshochschulen gegründet und sich in Vorträgen und Lesungen für den kulturellen Aufbau nach 1945 eingesetzt.

In Bad Doberan verbrachte Ehm Welk seine längste Schaffensperiode - bis zu seinem Tod im Jahr 1966. Auf die Frage, wie er nach Bad Doberan kam, antwortet Ehm Welk einige Jahre später in einem Radiointerview:

"Das Verlangen, wieder an einem kleinen, stillen Ort zu sein - ich hatte vor dem Kriege auf dem Dorfe gewohnt, mein Haus ist im Krieg niedergebrannt, ich habe meine Heimat verloren und ich kam nach Schwerin, habe dort vier Jahre lang die Volkshochschulen geleitet und hatte das Bestreben, nun wieder Schriftsteller zu sein.
Da fuhr ich durch Bad Doberan und lernte hier eine Gegend kennen, die eigentlich meine Gegend ist. Denn das ist eine der schönsten deutschen Gegenden, dieses Stück Mecklenburg.
Hier hatte ich alles, was ich brauchte, suchte: die See, Feld, Wald, arbeitende Menschen, Tiere... Und nichts ist gekünstelt.
Hier glaubte ich, arbeiten zu können, und doch Gelegenheit zu haben, ohne große Bemühungen mich auch meinen gesellschaftlichen Verpflichtungen widmen zu können.
So kam ich nach Bad Doberan und freue mich, dass ich diese Wahl getroffen habe."

Hinter dem Haus - Terrasse und Garten (Foto: Archiv Heribert Koth)

Sicher war auch die Nähe zum Rostocker Hinstorff-Verlag und dessen damaligem Leiter Peter Erichson ausschlaggebend, denn nach 1945 wurde der Verlag zum "Hausverlag" des Autors, dessen späterer Leiter, Konrad Reich , die Werke Ehm Welks in Millionen von Exemplaren und schließlich in einer neunbändigen Gesamtausgabe letzter Hand herausbrachte. So war die neue Heimstatt für den Dichter auch die kreativste Periode seiner schriftstellerischen Arbeit.
Allein fünf Romane, zwei Erzählbände, zwei Filmszenarien und vieles andere entstanden hier.
Möglich wurde das vor allem auch durch seine geliebte Frau Agathe, die für eine wohnliche, einladende Atmosphäre im Haus und im Außengelände mit einem zauberhaften Garten - und damit besten Bedingungen für schöpferisches Arbeiten ihres mit zahlreichen Ehrungen ausgezeichneten Mannes sorgte.
Ein bisschen von dieser Atmosphäre bietet das Ehm Welk-Haus auch heute noch seinen Besuchern, und es ist zu hoffen, dass es seine Pforten für Veranstaltungen nach einer Teilsanierung bald wieder öffnen kann.
HK

 


 

 

11. August 2022

Krimiabend mit Bernd Lingnau
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Externe Veranstaltungshinweise

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