Freundeskreis Ehm Welk e.V.
Bad Doberan

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Literatur und Zeitgeschehen

 


>>> 2018 <<<

Ehm Welk:
"Die Lebensuhr des Gottlieb Grambauer" (1938)

1938, vor genau 80 Jahren, erschien Ehm Welks "Die Lebensuhr des Gottlieb Grambauer ", sein zweiter großer Roman nach dem sensationellen Erfolg mit "Die Heiden von Kummerow " (1937),  basierend auf den Tagebuchaufzeichnungen seines über achtzigjährigen Vaters Gottfried Welk.

Es ist die Geschichte eines Spreewälder Bauernsohnes, der nach einem schwierigen und konfliktreichen Lebensweg wieder in das Land seiner Väter zurückkehrt und dem Leser auf wunderlich-kluge, manchmal auch kauzige Art Lebensweisheiten vermittelt, die gespeist sind aus seinen eigenen reichen Lebenserfahrungen im kaiserlichen Deutschland.
Die Wertschätzung der Schlichtheit und Bescheidenheit des Daseins auf dem Lande, bibelbezogene Weisheiten und Missbilligung menschenverachtender Erscheinungen der bürgerlichen Gesellschaft bilden eine Einheit mit dem für Ehm Welk so typischen Humor.

Ein Gesellschaftsroman, der sich orientiert an den humanistischen Werten und sich in bewundernswerter Weise abhob von der durch die Nazi-Ideologie geprägten Literatur jener Zeit.

 
Ehm Welk: "Im Morgennebel" (1953)

1953, vor 65 Jahren, erschien Ehm Welks umfangreichster Roman "Im Morgennebel" nach jahrzehntelangen Vorarbeiten, Umarbeitungen und auch dem Verlust des Originalmanuskripts im 2. Weltkrieg.
Ehm Welk schildert, wie er sagte, nur "wirkliche Vorgänge", der er selber während der Novemberrevolution 1918 in Braunschweig erlebt hatte.

Die Hauptfigur, Michael Dreikant, ein im 1. Weltkrieg verwundeter Dorfschullehrer, verlässt sein Heimatdorf, um entsprechend seiner sozialdemokratischen Einstellung der revolutionären Bewegung in Braunschweig zu dienen.
Doch er trifft dort auf Unverständnis seiner Gesinnungsgenossen, auf kleinbürgerlichen Mief, bürokratische Borniertheit und auf das Unvermögen der revolutionären Kräfte, die Ereignisse voranzutreiben.
Dreikant muss miterleben, wie die Konterrevolution zunehmend an Einfluss gewinnt und der Aufstand kläglich scheitert.
Er kehrt mit seinem engsten Vertrauten, einem Seemann aus Wilhelmshaven, in sein Dorf zurück.


 

Seit Ende Juni 2018 wird die Dauerausstellung im Ehm Welk-Haus durch eine ... ergänzt.

 

 

 

 

 

 

Ausliegende Exemplare aus dem
Privatarchiv von Heribert Koth

Fotos: Heribert Koth


>>> 2017 <<<

Ehm Welk: "Die Heiden von Kummerow" (1937)

1937 vollendete Ehm Welk seinen ersten großen Roman "Die Heiden von Kummerow", nachdem er 1934 infolge seines öffentlichen Protests gegen den Reichspropagandaminister Goebbels im KZ Oranienburg inhaftiert und ihm nach der Entlassung die Arbeit als Journalist und Schriftsteller untersagt worden war.
Dieses Berufsverbot wurde nach einiger Zeit gelockert und ihm das Schreiben "unpolitischer Bücher" gestattet.
Ehm Welk nutzte die Chance, und so gelang in seiner Rückbesinnung auf seine Kindheit der spektakuläre Erfolg mit "Die Heiden von Kummerow", der in unzähligen Auflagen mit millionenfachen Exemplaren bis in die Gegenwart reicht.
In diesem "unpolitischen" Roman deckt der Author aus der Sicht der Dorfkinder von Kummerow die Ungerechtigkeiten und Gebrechen des wilhelminischen Systems auf und setzt sich für humanistische Werte im Zusammenleben der Menschen ein - eine Botschaft, die seit 1937 stets relevant war und ist.

 

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